Irland steht im Focus der Experten aus Wirtschaft, Politik und Finanzwelt. Das verschuldete Land ist Anlass für Spekulationen und Sorgen, die nicht unbegründet sind. Wachsende Arbeitslosigkeit und Armut, eine hohe Staatsverschuldung und wirtschaftliche Notlagen gehen Hand in Hand und lassen die Sorgenfalten tiefer werden. Da ist es schon fast als positive Neuheit zu nennen, dass der Weinhandel auch mit irischen Produkten floriert und aus den Weinfonds durchaus beachtliche Renditen erzielt werden können.
Dass auch die irischen Weinfonds im Interesse der Finanzwelt stehen, liegt daran, dass auf anderen Sektoren nach der Banken- und Wirtschaftskrise immer noch Unsicherheit herrscht. Man muss sich deshalb auf Projekte konzentrieren, die geeignet sind, auch langfristig Gewinne zu erzielen. Wertvollen Weinbestand gab es zur schlimmsten Zeit der Krise nur selten zu kaufen – dafür aber mit enormen Gewinnen. Guter und hochwertiger Wein ist eine stabile Geldanlage, weil er seinen Wert behält und deshalb Sicherheit vermittelt. Ein irischer Weinhändler machte es vor: Die Investoren aus der Finanzwelt in Irland konnten mehr als 20 Prozent Rendite kassieren, indem sie als Kunde ihr Geld in Wein Depots steckten. Manch einer konnte so sogar seine Verluste auf dem Immobilienmarkt ausgleichen.
Über zwei Jahre gesehen konnten einige Anleger ihren Einsatz sogar verdoppeln. Wenn das mal keine lohnende Investition ist! Einfach so in Wein zu investieren, ist eine riskante Sache. Man braucht auch bei den Produkten aus Irland einen Berater, der sich in Jahrgängen und Qualität der Weine auskennt und beurteilen kann, wie sich eine Produktion auf dem Markt machen wird. Solche Nachrichten lassen die Hoffnung aufkommen, dass für die Wirtschaft in Irland noch nicht aller Tage Abend ist.