Sorgen wegen Straßenschlachten in Irland

In Irland feiern die Oranier immer wieder festliche Paraden, die in Form von Märschen abgehalten werden. Den Orden der Oranier gibt es in Irland, aber auch in Schottland und in den USA. Hier handelt es sich um einen protestantischen Orden, der auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Immer am 12. Juli gibt es diese Märsche der Protestanten. Der Anlass dafür ist der Jahrestag einer Kriegsschlacht am River Boyne bei Dublin im Jahr 1690. Zwei Könige bekämpften sich hier: der protestantische Wilhelm von Oranien wurde Sieger und vertrieb den Katholiken Jakob II. In Belfast, im ansonsten beschaulichen nördlichen Irland gab es nun aufgrund dieser Märsche der Oranier Straßenschlachten, auf die die Welt mit Sorge blickt.

Laut Pressemeldungen gab es seitens der Polizei 27 Verletzte in deren Reihen. Es waren katholische Jugendliche, wegen denen die Beamten ausrücken mussten und dabei verletzt wurden. Die Übermacht von geschätzten 200 Jugendlichen und jüngeren Männern war einfach zu groß, als dass man den Einsatz unbeschadet überstehen hätte können. Sogar Gewehre wurden gegen die Beamten gerichtet – es ist also von Glück zu sagen, dass hier niemand getötet wurde. Der Sachschaden ist ebenfalls sehr hoch, denn die Unruhestifter zündeten gestohlene Autos an und demolierten auch sonst einiges.

Als wäre nichts gewesen, marschierten die Oranier dann nur ein paar Stunden danach über die vorher festgelegte Strecke. Schon seit Jahren ist dieser 12. Juli immer wieder Anlass zur Sorge, weil immer wieder Gewalt zu Tage kommt. Seitens der Politik drängt man die Protestanten in festgelegte Strecken zurück, will die Gewalt verhindern. Leider funktioniert das nicht immer, wie man sehen konnte. Auch sonst blieben die Märsche nicht ohne schlimme Ereignisse. Die Freudenfeuer, die anlässlich des Jahrestages angezündet wurden, riefen die Feuerwehren nur allzu oft auf den Plan und ein Auto verletzte sieben Menschen, als es in die Gruppe fuhr, die ein solches Feuer ansah.