Diplomat aus Israel muss Irland verlassen

In Irland hat man einen israelischen Diplomaten aus dem Land verwiesen. In der Botschaft des Landes Israel habe man nicht nur einen falschen Pass hergestellt und den Missbrauch gedeckt, wenn nicht sogar unterstützt. Dass das nicht tragbar sein kann, müsste eigentlich klar sein, aber meistens geht man ja davon aus, nicht entdeckt zu werden. Der Name des Botschafters, der Irland nun verlassen muss, ist nicht bekannt. Dennoch hört man, dass der Mann an sich nicht viel für seine Ausweisung könne – er sei nur der Schuldige, der für seine Regierung einstehen müsse. Aus Israel hörte man auf die Ankündigung der Ausweisung nicht viel – man verwies nur auf die ansonsten doch so wichtigen Beziehungen zwischen Irland und Israel, die nun deutlich angekratzt sein dürften.

Die Vorgeschichte ist ein brutaler Mord an einem Hamas Funktionär an einem ganz anderen Ort, nämlich in Dubai. Es sei der Mossad gewesen, und das war unter anderem durch die falschen Pässe ermöglicht worden, die in Irland zuwege gebracht wurden. Seitens der irischen Regierung will man hier ein Exempel statuieren, eine entsprechende Antwort geben. Ein klares Statement hat man abgegeben, dass man mit den angeblichen Mossad Machenschaften nichts zu tun habe. Die im Mordfall Verdächtigen sind mit Pässen europäischer Staaten nach Dubai gereist und mittlerweile zeigen die Ermittlungen immer deutlicher, dass Israel bei der Ermordung des Hamas Führers al Mabhuh im Januar diesen Jahres die Hände mit im Spiel haben muss. Eine klare Aussage der israelischen Regierung zu diesem Vorwurf gegen den Geheimdienst Mossad liegt bis dato nicht vor.